Musselmalet

Das Gründungsdekor von Royal Copenhagen und bis heute „Pattern No. 1″ der Manufaktur: von Hand in Kobaltblau unterglasurbemalt, auf einem geripptem („fluted“) Porzellankörper. Der dänische Name „Musselmalet“ („muschelblau gemalt“) bezieht sich auf die Blaufärbung, nicht auf ein Muschelmotiv. Kein einzelner Designer ist überliefert – es entstand als Hausdekor der 1775 gegründeten Manufaktur.

Apponyi

Anfang der 1930er-Jahre auf Wunsch des ungarischen Politikers Graf Albert Apponyi aus einem älteren Dekor („Fleurs des Indes“) vereinfacht. Zeigt eine stilisierte, chinesisch inspirierte Päonien-Blüte umgeben von einem Blattkranz mit 24-Karat-Goldrosetten; der Rand trägt ein Blüten-Blatt-Muster mit Goldakzenten. Erhältlich in zahlreichen Farbvarianten (u. a. Purpur, Grün, Türkis, Gelb).

Victoria

Vorgestellt auf der Weltausstellung 1851 in London und dort von Königin Victoria für Windsor Castle erworben – daher der Name. Das Dekor geht stilistisch auf das ostasiatische Kakiemon-Muster zurück, gilt heute aber als eigenständiger europäischer Klassiker der ungarischen Manufaktur Herend.

Wiener Rose

Ein Rosendekor der Wiener Manufaktur Augarten. 2014 gaben Augarten und die Österreichische Post gemeinsam die weltweit erste Porzellan-Briefmarke heraus, gestaltet mit diesem Dekor – ein Beleg für seine Bekanntheit, auch wenn das ursprüngliche Entstehungsjahr des Musters nicht dokumentiert ist.

Strohblumenmuster

Päonie, Chrysantheme und Lotosblüte in Kobaltblau, meist auf geripptem Porzellan ausgeführt – der „gebrochene Stab“ der Reliefform gab dem Dekor seinen Namen. Wie das Zwiebelmuster ist es von ostasiatischen Vorbildern inspiriert und gehört zu den frühen Meissener Blaumalerei-Dekoren.

Indische Blumen

Trotz des Namens ostasiatisch (nicht indisch) inspirierte Blumenmalerei, die auf japanisches Kakiemon- und chinesisches Famille-verte-Porzellan zurückgeht. Eines der frühen Blumendekore der Meissener Manufaktur.