Das Zwiebelmuster zählt zu den bekanntesten Porzellandekoren Europas. Es wurde ab 1730 in der Meissener Manufaktur nach fernöstlichem Vorbild entwickelt – inspiriert von chinesischem Blau-Weiß-Porzellan der Ming-Zeit mit den drei Glücksfrüchten Pfirsich, Granatapfel und Zitrone. Bei der Meissener Adaption verschmolzen Zitrone und Granatapfel zur namensgebenden „Zwiebel“, obwohl botanisch keine echte Zwiebel dargestellt wird. In Meissen wird es bis heute von Hand gemalt; ab 1768 übernahmen zahlreiche andere Manufakturen das Muster, was es zum meistkopierten Dekor der Porzellangeschichte machte.
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